Ein gutes Café ist selten nur ein Ort für Kaffee. Es ist ein Café als Social Space – ein Ort, an dem Menschen sich treffen, arbeiten, reden oder einfach eine Zeit lang dazugehören, ohne dafür eine Verabredung zu brauchen. Genau das meinen Soziolog:innen, wenn sie von einem „Third Place“ sprechen.
Der Third Place: warum ein Café als Social Space funktioniert
Der Soziologe Ray Oldenburg prägte den Begriff des „Third Place“ schon 1989: Zuhause ist der erste Ort, die Arbeit der zweite. Der dritte Ort ist dazwischen – neutral, informell und ohne Verpflichtung. Genau dort entstehen laut Oldenburg die wichtigsten sozialen Kontakte eines Menschen, oft wichtiger als am Arbeitsplatz oder sogar zuhause. Deshalb sind Cafés, Pubs oder Buchläden für viele Städte weit mehr als nur Geschäfte.
Wien hat das schon immer verstanden
2011 hat die UNESCO die Wiener Kaffeehauskultur zum immateriellen Kulturerbe erklärt (mehr dazu bei der Österreichischen UNESCO-Kommission). Nicht die Gebäude selbst wurden ausgezeichnet, sondern die soziale Praxis dahinter: stundenlang sitzen, lesen, diskutieren – ein Verhalten, das in kaum einer anderen Stadt so selbstverständlich ist. Schriftsteller:innen schrieben hier ganze Romane, Komponist:innen ihre Partituren, während im Hintergrund einfach nur Kaffee und Zeit zur Verfügung standen. Diese Tradition reicht bis ins 17. Jahrhundert zurück, um 1900 gab es in Wien bereits rund 600 Kaffeehäuser.
MANANA als Social Space in Währing
Bei MANANA denken wir das Konzept vom Café als Social Space einfach weiter. Deshalb ist unser Café in Währing nie nur ein Ort zum Kaffeetrinken gewesen. Mit der Concrete Collective treffen sich bei uns Läufer:innen vor dem gemeinsamen Run, bei Artwalk18 wird das Café für einen Abend zur kleinen Galerie. Genau darin liegt der Unterschied zwischen einem Café, das nur Kaffee verkauft, und einem, das zum Treffpunkt wird: Es braucht wiederkehrende Anlässe, echte Gesichter und Raum für Zufälle. Mehr zu diesem Gedanken findest du auch in unserem Artikel Café Treff in Wien?.
Warum das gerade jetzt wichtig ist
Homeoffice, Social Media, immer mehr Zeit allein zuhause: Genau deshalb werden echte, zufällige Begegnungen seltener – und wertvoller. Ein Café wie MANANA kann diesen Ausgleich schaffen, ohne dass es dafür einen besonderen Anlass braucht. Manchmal reicht ein Espresso an der Bar und ein kurzes Gespräch, um sich wieder Teil von etwas zu fühlen. Genau das versuchen wir mit jedem Pop-up, jedem Workshop und jedem ganz normalen Tag hinter der Theke ein Stück weiter zu tragen.
Lust, selbst Teil davon zu sein? Schau in unserem Café in Wien Währing vorbei oder wirf einen Blick auf unsere kommenden Events.
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